Weltgebetstag 2016

Weltgebetstag1

In diesem Jahr durfte ich den Weltgebetstag am
04. März 2016 mal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Als weibliches Mitglied des Kirchenvorstandes in Rommerode war ich neben Melanie Weihrauch, Silke Ludwig und Heike Stöber mit der Planung und Umsetzung dieses ökumenischen Gottesdienstes in Rommerode betraut.

Unter dem Thema des Gottesdienstes „Nehmt Kinder an, so nehmt ihr mich an“ konnten wir uns zunächst nicht allzu viel vorstellen und so besuchten wir eine Informationsveranstaltung über diesen Gottesdienst. Um den Hintergrund zu verstehen, erfuhren wir viel über Land und Menschen. Kuba ist ein sozialistischer Staat mit einem vorbildlichen Bildungs- und Gesundheitssystem. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und die errichtete Handelsbockade der USA wurde Kuba in eine tiefe wirtschaftliche Krise gestürzt. So gibt es eine sehr gute Ausbildung und dennoch nichts zu essen. Für die Kubanerinnen bedeutet dies viel Einfallsreichtum, um die Familien zu ernähren. So sind auch das Miteinander aller Generationen und das gemeinsame Kümmern um die Kinder lebenswichtig. Vor diesem Hintergrund ist auch der Lesungstext (Mk 10,13-16) zu verstehen, in dem Jesus Kinder zu sich kommen lässt und sie segnet.

In Zusammenarbeit mit der katholischen und methodistischen Gemeinde konnten wir nun den Gottesdienst entwickeln. Für die Musik gewannen wir Nora Islei, die mit uns die tragisch schönen und rhythmischen Lieder einstudierte. Die Damen des Frauenkreises und einige jüngere Frauen erklärten sich für das Abenteuer bereit, ein kubanisches Essen vorzubereiten.

Nun lag es an uns ein wenig kubanisches Flair nach Rommerode zu bringen, so begann unser Gottesdienst mit einem Café Cubano, Zitronenlimonade und kubanischer Musik zur Begrüßung. Im Anschluss beschrieben wir den ca. 70 Besuchern etwas über die kubanische Lebensfreude, das Land und die Kultur anhand einer kleinen Präsentation. Der offizielle Gottesdienst begann nun mit dem Einzug der sieben Sprecherinnen, bei denen jede Altersgruppe vertreten war. Sie stellten die einzelnen Generationen kubanischer Frauen dar und berichten nach und nach aus deren Leben.

Die Lesungen, Lieder, Fürbitten und Gebete spiegelten die Kraft, die harte Arbeit, Lebensfreude und die Hoffnung der Kubanerinnen wider. Die Kollekte von ca. 240 € sammelten wir symbolisch in den dargestellten Blüten der Nationalblume, des Schmetterlingjasmins, ein.

Im Anschluss durften wir ungefähr 60 Teilnehmer bei Cocktails und Essen begrüßen. Es hat uns gefreut, dass alle einen Platz zum Essen gefunden haben und auch die Stehtische wurden gut mit einbezogen. So fand dieser Abend einen fröhlichen Ausklang bei Mojito, Essen und Zitronenlimonade in unserem Gemeindehaus.

Nicht nur der gute Zuspruch, der Gottesdienst und das geschichtliche Wissen über Kuba waren für mich eine Bereicherung, sondern auch die nette Zusammenarbeit in unserem Kirchenvorstand und den Gemeindemitgliedern. Herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben, diesen Tag zu gestalten.

Sandra Möller