Fahrbachkreis-Ausflug am 15.6.2016

Am 15.6. war es wieder so weit: Der Fahrbachkreis startete zum jährlichen Ausflug. Diesmal hatte Helga Casselmann den Südharz ausgesucht. Die Busfirma Friedrich übernahm in altgewohnter Weise die Fahrt, zuerst nach Bad Sachsa. Dort angekommen, machten wir die interessante Erfahrung, in Bad Sachsa uns selbst überlassen zu sein und ein Cafe zu finden, wo wir uns bei Kaffee und Kuchen stärken konnten. Schnell hatten sich kleinere und größere Grüppchen zusammengefunden. Es war jedes Mal eine freudige Überraschung, wenn man sich unterwegs traf: „Ach, die kennen wir doch!“. Ein drohender Regen machte uns Beine, um rechtzeitig wieder in den schützenden Bus zu kommen.

Die Weiterfahrt brachte uns zum Kloster Walkenried. Auch da wurde der Weg vom Parkplatz zum Kloster zu einem Wettlauf mit der Unwetterfront, den wir glücklicherweise gewonnen haben. „Gott sei Dank“ atmeten wir auf. Und dann goss es vom Himmel. Es wurde immer dunkler, und der prasselnde Hagel ließ die Temperaturen deutlich sinken. Wir aber erlebten in zwei Gruppen aufgeteilt eine Führung, die uns das damalige Klosterleben lebendig machte. Mancher mag im Stillen gedacht haben: nur gut, dass ich damals nicht gelebt habe sondern heute lebe! So erfreulich waren die Lebensumstände damals nicht, schon gar nicht in einem Kloster. Martin Gresing hielt am Schluss eine Andacht in dem Raum, der auch der dortigen Kirchengemeinde als Gottesdienstraum diente.

Dann kam eine Überraschung: Unser Bus stand nicht mehr da, wo wir ihn verlassen hatten. Stattdessen breitete sich an dieser Stelle ein größerer See aus. Der Busfahrer wollte uns nicht zum Schwimmen zwingen und hatte seinen Bus etwas weiter weg gestellt. Dass es woanders nicht so glimpflich abgegangen ist, konnten wir an allerlei Feuerwehren erahnen, die irgendwo vollgelaufene Keller auspumpen mussten.

Dankbar ging es wieder heimwärts. Wir stellten fest: wir haben kaum einen Tropfen Regen abbekommen. Das haben wir als Zeichen der Güte Gottes verstanden. Aber auch das andere wurde uns klar: die 28 Personen in einem 51er Bus zeigen uns: ein Seniorenkreis wie wir schrumpft durch Krankheit und Tod. Dennoch wollen wir auch im nächsten Jahr das Wagnis eingehen.

Martin Gresing